
Big Title

Strategien für die Pflege der Zukunft
Vortragsinhalte:
-
Mit welchen Strategien lässt sich der Fachkräftemangel angehen und Produktivitätsverlust vermeiden?
-
Welcher Weg führt wirksam und führt das Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) dauerhaft aus der Pflegekrise?
-
Wie lassen sich neue Mitarbeiter in der Pflege finden und binden?
-
Welche Innovationen können das Leben im Alter verbessern und bereichern?
-
Wie können Politik und Wirtschaft Familien bei der Versorgung und Pflege ihrer Angehörigen unterstützen und welche Rolle spielen künftig Versicherungen dabei?
Zwischen Pflegepflicht und Unternehmensproduktivität: Welche Strategien braucht eine alternde Gesellschaft?
Die Pflegekrise spitzt sich in den kommenden Jahren drastisch zu: Der Generationenvertrag bröckelt, der Fachkräftemangel verschärft sich, gleichzeitig steigt die Anzahl an pflegebedürftigen Menschen im hohen Alter.
Um diesen enormen Belastungen zu begegnen, war die Politik gefordert, ein zukunftsweisendes Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) auf den Weg zu bringen. Mit welchen Strategien lässt sich dieser Entwicklung entgegentreten? Wie lassen sich zukünftig Mitarbeiter für den Beruf der Pflege finden und vor allem auf Dauer halten? Wie kann man das Thema „Alter und Älterwerden“ hier in die Überlegungen der Unternehmensentwicklung integrieren, wo auch ein massiver Produktivitätsverlust durch Angehörigenpflege zusätzlich zu erwarten ist? Denn Mitarbeiter werden auf allen Hierarchie-Ebenen gesucht. Welche Innovationen für Unterstützung im Alter gibt es und werden sich diese in der Pflege durchsetzen? Sind auch Versicherungen vorbereitet, um hier neue Absicherungskonzepte anzubieten? Rednerin und Pflegeberaterin Angelika Niedermaier zeigt in ihrem richtungsweisenden Vortrag schonungslos auf, was sich in der Gesellschaft, der Politik und in Unternehmen ändern muss, damit das Älterwerden und das Alter kein Alptraum wird.
Aus der Praxis für die Praxis: Die Wurzeln der unabhängigen Pflegeberatung
Jahrzehntelang hat Angelika Niedermaier bei verschiedenen Trägern und Sozialverbänden in der Pflege leitende Positionen innegehabt, Mitarbeiter und Einrichtungen geführt, bevor sie sich als unabhängige, neutrale Pflegeberaterin und Vortragsrednerin selbstständig machte und damit eine in Deutschland äußerst seltene, aber umso wichtigere Beratungshilfe anbietet. Schon damals als Einrichtungsleiterin kämpfte sie gegen Windmühlen, um Fachkräfte und qualifizierte Mitarbeiter in der Pflege zu finden und zu binden. Kaum hatte sie eine Stelle besetzt, drohte an einer anderen wieder Personalnot. Das brisante Thema „Alter“ war für sie nicht nur im Bezug auf die Heimbewohner, sondern auch im Bereich ihrer Mitarbeiter, immer im Fokus. Zusätzlich erkannte sie sehr schnell, dass durch Angehörigenpflege im Unternehmen ein „stiller Ressourcenabfluss und damit Produktivitätsverlust“ erfolgt.
Lücken im System und die Verantwortung der Versicherungen
Heute als Pflegeberaterin erlebt Angelika Niedermaier den Fachkräftemangel in der Pflege vielmehr aus der Perspektive der Angehörigen. Sie lernt Familien kennen, die eigentlich nicht in der Lage sind, selbst die Pflege und Betreuung ihrer Angehörigen zu übernehmen, aber auch keinen Platz in einer Pflegeeinrichtung oder Tagesstätte finden. Meist haben auch diese schon ein Alter, wo sich die Auswirkungen der Versorgung schnell und intensiv zeigen. Sowohl private als auch gesetzliche Versicherungen müssen hierbei neue Modelle entwickeln, um pflegende Angehörige finanziell spürbar zu entlasten. Hautnah erfährt sie in ihrem Beruf, welche dramatischen Auswirkungen die Pflegekrise hat und worauf die Branche zusteuert, wenn sich nichts in der Gesellschaft ändert, die Politik weiterschläft und auch das Mindset der Menschen keine andere Haltung bekommt.
Eine Reform im Bereich der Pflegeversicherung ist daher notwendig – ob das Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) die richtigen Weichen stellt, bleibt abzuwarten. In ihrem Vortrag zeigt die erfahrene Keynotespeakerin Angelika Niedermaier klare Wege, Optionen für Unternehmen und pflegende Angehörige sowie Forderungen an die Politik auf.
Wirtschaft unter Druck: Wenn Angehörigenpflege zum Produktivitätsverlust führt
Die mitreißende Vortragsrednerin Angelika Niedermaier sieht darin ganz klar, DIE Herausforderung der Zukunft: Denn die geburtenstarken Jahrgänge gehen zunehmend in Rente und werden unter Umständen im Alter selbst auf Hilfe und professionelle Pflege-Versorgung angewiesen sein. Kann diese nicht von professionellen Fachkräften geleistet werden, sind die Angehörigen dazu gezwungen und müssen dafür beruflich kürzertreten. Der Zweitjob Angehörigenpflege belastet und führt damit unweigerlich zum Produktivitätsverlust. Ihre Arbeitsleistung fehlt der Wirtschaft und damit auch die Einzahlungen der Sozialversicherungsbeiträge - akuter Fachkräftemangel droht. Es ist eine Abwärtsspirale, die irgendwann nicht mehr zu stoppen ist. Innovationen sind gefragt. Diese Entwicklung trifft schließlich nicht nur die Pflegebranche, sondern zieht sich durch alle Branchen. Zudem stehen jede private Versicherung sowie gewerbliche Anbieter vor der Herausforderung, innovative Vorsorgemodelle gegen drohende Versorgungslücken zu etablieren. Die gesamte Gesellschaft und jeder Einzelne muss sich, aufgrund der Pflegekrise, der Frage stellen: Was können wir selbst tun?
Lösungswege für die Zukunft: Was müssen Politik, Wirtschaft und das Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) jetzt leisten?
In ihrem Vortrag verdeutlicht Rednerin Angelika Niedermaier, worauf es jetzt ankommt und welche Innovationen dringend benötigt werden. Um den dramatischen Produktivitätsverlust in der Wirtschaft zu verhindern, sind passgenaue Angebote für berufstätige Pflegende zwingend erforderlich. Zum einen zeigt sie Strategien auf, mit denen der Beruf der Pflege wieder attraktiver gemacht werden kann, sich Mitarbeiter finden und auch binden lassen. Zum anderen geht sie darauf ein, welche Formen der Pflege bzw. alternativen Versorgungsformen überhaupt noch zukunftsfähig sind und ob das reformierte Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) die notwendigen Innovationen die Zukunft bereithält. In ihrem Vortrag gibt sie daher klare Tipps für:
-
Betriebliches Care Management: Wie der Ressourcenabfluss bei betroffenen Mitarbeitern reduziert werden kann.
-
Führungskompetenz: Wie Vorgesetzte für den Umgang mit dem Thema „Alter und Pflege“ in der Belegschaft sensibilisiert werden können.
-
PNOG-Integration: Wie das Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) für die betriebliche Personal- und Gesundheitsplanung genutzt werden kann.
-
Vorsorgemodelle für Versicherungen: Welch innovative Zusatzversicherungen und Service-Pakete für die Care-Vorsorge von Seiten der Versicherungen sinnvoll sein können.
-
Unternehmerischer Wandel: Wie der Faktor „Älterwerden“ als fester Bestandteil in der strategischen Unternehmensentwicklung verankert werden kann.
-
Präventive Vorsorge: Welche rechtlichen und organisatorischen Workshops in Unternehmen implementiert werden können, um unvorhergesehene Ausfälle von Beschäftigten zu verhindern.
Die Pflegekrise ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit, doch sie bietet zugleich die historische Chance, Wirtschaft, Politik und Absicherungssysteme zukunftsfähig neu zu ordnen. Wer den demografischen Wandel jetzt aktiv gestaltet und den Menschen in den Mittelpunkt stellt, verwandelt den drohenden Alptraum in ein starkes, produktives und menschliches Miteinander
Angelika Niedermaier zeigt in ihrem Vortrag, wie dieser Aufbruch gelingen kann und liefert den entscheidenden Kompass – für starke Unternehmen, entlastete Familien und ein Altern in Würde.
1. Warum thematisiert die Keynotespeakerin und Pflegeexpertin Angelika Niedermaier den drohenden Produktivitätsverlust durch Angehörigenpflege so eindringlich für Unternehmen?
Antwort: Angelika Niedermaier macht in ihren Vorträgen transparent, dass die Pflege von Angehörigen für viele Mitarbeiter zu einem zehrenden Zweitjob wird. Sie zeigt Unternehmen auf, wie aus diesem „stillen Ressourcenabfluss“ ein massiver Produktivitätsverlust entsteht – und liefert konkrete Strategien, wie Arbeitgeber ihre Belegschaft wirksam entlasten, Fehlzeiten reduzieren und so wertvolle Fachkräfte sichern können.
2. Welche kritischen Einblicke gibt Angelika Niedermaier in ihrem Vortrag in Bezug auf das neue Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG)?
Antwort: Als erfahrene Brancheninsiderin nimmt Angelika Niedermaier das Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) genau unter die Lupe und hinterfragt, wo politische Reformen greifen und wo sie an der Realität der Betroffenen vorbeigehen. Sie vermittelt Entscheidern, welche gesetzlichen Rahmenbedingungen jetzt wirklich geschaffen werden müssen, damit das System angesichts der Pflegekrise tragfähig bleibt.
3. Wie hilft Rednerin Angelika Niedermaier Unternehmen dabei, pflegende Mitarbeiter im Zuge der Pflegekrise zu unterstützen?
Antwort: In ihren Impulsen verdeutlicht Angelika Niedermaier, dass Unternehmen das Thema nicht länger tabuisieren dürfen. Sie zeigt praxistaugliche Lösungswege auf, wie Personalverantwortliche ein verlässliches Umfeld schaffen, damit Beschäftigte Beruf und Pflege vereinbaren können, ohne beruflich kürzertreten zu müssen und einen Produktivitätsverlust im Betrieb zu riskieren.
4. Was empfiehlt Keynotspeakerin Angelika Niedermaier der Versicherungswirtschaft hinsichtlich neuer Vorsorgemodelle?
Antwort: Angelika Niedermaier macht unmissverständlich klar, dass herkömmliche Absicherungen angesichts der demografischen Entwicklung nicht mehr ausreichen. Sie inspiriert Entscheider aus der Versicherung dazu, innovative Vorsorgemodelle zu entwickeln, die pflegende Angehörige nicht nur finanziell, sondern auch organisatorisch spürbar entlasten und drohende Versorgungslücken schließen.
5. Inwiefern liefert das reformierte Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) laut Angelika Niedermaier die richtigen Antworten für die Zukunft?
Antwort: Angelika Niedermaier analysiert kritisch, ob das reformierte Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) die notwendigen Innovationen bereithält. Sie zeigt auf, dass eine reine Gesetzesreform nicht ausreicht, sondern flankierend jede private Versicherung sowie Arbeitgeber und Gesellschaft gemeinsam handeln müssen, um die Abwärtsspirale des Fachkräftemangels zu stoppen.
